Ratekau wehrt sich - keine Güterzüge durch unsere Gemeinde
Ratekau wehrt sich - keine Güterzüge durch unsere Gemeinde

Beltretter-Aktion am 7. Mai 2016 in Lübeck!

Es ist ja nicht so ganz leicht, die Aufmerksamkeit der Lübecker auf das Thema Feste Fehmarnbeltquerung zu lenken. Wenn aber das Interesse geweckt wurde, dann wurde es auch interessant am 7. Mai auf dem Marktplatz mitten in Lübeck. So sind viele gute Gespräche, ein schönes Bild für Frau Merkel, 64 Geburtstagskarten und einige glückliche Gewinner der attraktiven Preise das Ergebnis unserer BELTRETTER Aktion. 

Der Wochenspiegel schreibt dazu:

Der Lübecker Marktplatz stand am 7. Mai ganz im Zeichen des blauen Kreuzes

20.05.2016

Aktion der Beltquerungsgegner am 21. März in Haffkrug war ein voller Erfolg!

Wir sind Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ratekau, die sich dagegen wehren, dass Güterzüge durch ihre Gemeinde geleitet werden sollen, obwohl der Nutzen einer festen Fehmarnbeltquerung in Frage zu stellen ist.
Wir sind keine Bahngegner. Als umweltbewusste Bürgerinnen und
Bürger unterstützen wir die Forderung nach Umlagerung von Güterverkehr „von der Straße auf die Schiene - von der Schiene auf das Schiff“.

Allerdings sind die meisten von uns Gegner von prestigeträchtigen Großprojekten deren wirtschaftlicher Nutzen sich in märchenhaften Versprechungen für die Zukunft darstellt, bisher aber noch nicht belastbar nachgewiesen wurde. Mit dem Bau einer Festen Fehmarnbeltquerung und dem dann notwendigen Aus-/Neubau der
Schienenhinterlandanbindung wird kaum neuer Güterverkehr generiert, sondern hauptsächlich das bestehende Frachtaufkommen umgelagert. Es gibt bereits eine funktionierende Güterbahnverkehrstrasse über Flensburg und den Großen Belt, ebenso wie eine Schiffsverbindung über den Fehmarnbelt. Man muss ernsthaft  die Frage stellen, ob diese Verschiebung ein so großes Maß an Zerstörung von Natur und Umwelt rechtfertigt.

Unabhängig von diesen grundsätzlichen Erwägungen sind derzeit Bestrebungen von Land und Kreis im Gange, die sich als brandgefährlich für alle Orte/Gemeinden im Untersuchungskorridor erweisen, die sich nicht mit dem schönen Titel „Bäderort“ schmücken können, weil sie nicht direkt an der Küste liegen. Das heißt nicht, dass sie keine wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Schäden zu befürchten
haben. Das heißt einfach nur: Es sind keine Bäderorte, also für die Durchführung möglicher Schienentrassen freigegeben.

Wir von der BI Ratekau wehrt sich - keine Güterzüge
durch unsere Gemeinde
lehnen es ab, durch eigene Trassenvorschläge andere Orte/Gemeinden zu belasten. Es ist nicht die Aufgabe von uns Betroffenen, Überlegungen zu möglichen Trassenverläufen anzustellen. Das können wir gar nicht, dafür gibt es Fachleute. Einfach einen Strich über die Landkarte ziehen und sagen: „Prima, hier wird es gehen, ist auf alle Fälle weit genug von uns weg“, das machen wir nicht. Wir belasten nicht andere mit dem, was wir für uns selbst nicht akzeptieren können!

Außerdem sind wir davon überzeugt, dass der Vorhabenträger DB AG, Bund und Land, die alle versprochen haben, die Hinterlandanbindung siedlungsfern und sozialverträglich zu realisieren, dies dann auch tun sollten. Bisher sind sie ihrem eigenen Anspruch leider nicht gerecht
geworden. Die vorgeschlagenen und untersuchten Trassenführungen sind nicht siedlungsfern und sozialverträglich also für ganz Ostholstein völlig inakzeptabel!

 

Wir hoffen darauf und kämpfen dafür dass ganz Ostholstein aufsteht und erkennt, dass das Projekt FESTE FEHMARNBELTQUERUNG verhindert werden muss, nicht bestimmte Trassenvarianten!

Foto: Benthien

Auch wenn das Wetter es den Aktiven nicht leicht machte, boten sie den rund 170 interessierten Besuchern eine tolle Veranstaltung.

Das Schleswig-Holstein-Magazin berichtete am selben Abend darüber, die LN brachten am nächsten Tag den folgenden Bericht:

 

Haffkrug. So zäh, wie die Bürgerinitiativen ihr Ziel verfolgen, die feste

Fehmarnbeltquerung (FFBQ) zu verhindern, so zäh zeigten sie sich auch

gestern Nachmittag in Haffkrug: Bei zwei Grad, schneidendem Wind und

Regen waren um die 170 Menschen auf den Seebrückenvorplatz

gekommen, um ihre ablehnende Haltung gegen das „Wahnsinnsprojekt“ zu

bekräftigen und anzukündigen, dass sie in ihrem Widerstand nicht

nachlassen werden.

Als Veranstalter traten die Allianz gegen eine feste Fehmarnbeltquerung,

„Ratekau wehrt sich“ und die BI „Kein Güterverkehr durch die Badeorte der

Lübecker Bucht“ (KGBV) auf, musikalisch unterstützt von der Gruppe

Timmerhorst und Liedermacher Wolfram Eicke. Bei ihrem ersten

gemeinsamen Auftritt präsentierten sie Eickes Protestlied, dessen Refrain

„Finger weg, dies ist unser Land, Finger weg vom Ostseestrand“ die

Anliegen aller Widerständler zusammenfasste.

„Wir wollen dieses Projekt noch stoppen“, hatte Susanne Brelowski

(Vorsitzende BI Holstein ohne Beltquerung) versichert. Die Steuerzahler

hätten ein Recht darauf, dass ihr Geld in vernünftige Verkehrsprojekte

gesteckt würde. Michael Dietz, Sprecher der BI KGBV, sagte: „Wir bestehen

darauf, dass wenn dieser Tunnel denn gebaut wird, dürfen er und die neue

Hinterlandanbindung nur gleichzeitig in Betrieb genommen werden.“

Als „Speerspitze in das Feld hinein, auf dem wir was bewegen wollen“,

wurde die langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete, derzeitige Vorsitzende

des Rechnungsprüfungsausschusses und von Anfang an vehemente

FFBQ-Gegnerin Bettina Hagedorn angekündigt. Nach langen Jahren, in

denen sich das Bundesverkehrsministerium erfolgreich gegen die

Offenlegung von Zahlen gewehrt habe, „musste Verkehrsminister Alexander

Dobrindt im Januar die Hosen ‘runterlassen und eine erhebliche Erhöhung

der Kosten zugeben“, so Hagedorn. Auch auf dänischer Seite explodierten

die Kosten, das habe die Diskussion dort etwas verändert. „Im Moment

haben wir richtig Wind unter den Flügeln, und das ist gut so“, sagte Bettina

Hagedorn unter kräftigem Applaus der Tunnelgegner. Es habe sich in der

Vergangenheit erwiesen, dass die Zeit für die Gegner der FFBQ spiele. „Sie

wird auch zeigen, dass das Projekt volkswirtschaftlich unsinnig ist“, sagte die

Abgeordnete. An alle Widerständler, Bürgermeister und Kommunen an der

Küste gerichtet, sagte sie mit Respekt: „Dass wir da stehen, wo wir stehen,

ist Ihnen/euch zu verdanken!“

Das gestrige „Fest mit Protest“ bot auch einen satirischen Theaterbeitrag. Als

Hauptfiguren des Stücks „Ein Fass ohne Boden“ traten König Torsten, seine

Claqueure Anke und Robert sowie die Berliner Vortänzer Angela und

Alexander auf. Alle Ängste seiner Untertanen — einfach in die Tonne damit,

so König Torstens Geheiß. Anfangs gehorsam, begehrten sie schnell auf,

und der König merkte: Die Ostholsteiner sind ein aufmüpfiger

Menschenschlag. ben LN

Tunnelgegner lassen nicht locker: „Die Zeit spielt für uns“ / Ostholstein... http://www.ln-online.de/Lokales/Ostholstein/Tunnelgegner-lassen-nich...

2 von 4 22.03.2015 19:17

Achtung Satire!

Foto: Nicole Rochell

Das war eine Super Aktion am Samstag, dem 25. Oktober, in Burg/Fehmarn. Viele Aktive aus den Bürgerinitiativen und Vereinen gegen die Feste Fehmarnbeltquerung, aber auch Interessierte, die durch den Aufruf über die Presse, Facebook und Twitter gekommen sind, haben dazu beigetragen, dass die "Uraufführung" des Satirischen Straßentheaterstücks "Das Fass ohne Boden" nicht nur Spaß gemacht hat, sondern auch von den, leider sehr wenigen, Zuschauern beklatscht wurde. Im Fehmarnschen Tageblatt ist ein ausführlicher Artikel darüber erschienen.

 

Die Weigerung der Politik, die kritischen Stimmen gegen die FFBQ zur Kenntnis zu nehmen, werden wir weiterhin zum Thema machen. Freut Euch drauf!!!!

 

Danke an alle Darstellerinnen und Darsteller. Es war einfach Klasse!

Strandmärsche im August waren ein voller ERfolg!

Foto: Christina Düvell-Veen

Der Strandmarsch am 2. August in Timmendorfer Strand war ein voller Erfolg. Teilweise gab es sogar Applaus für unseren Sprechgesang. Das große Interesse der Strandbesucher bestätigt uns in unseren Bemühungen, das Thema Feste Fehmarnbeltquerung wach zu halten und den Widerstand dagegen auszubauen.

 

Das hat sich am Samstag, dem 9. August, in Scharbeutz wiederholt. Dicke Regenschauer haben unseren Marsch zunächst zwar gefährdet, aber dann ging es mit der Unterstützung von Scharbeutzer Bürger_innen doch noch bei schönstem Sonnenschein los. Für unseren Gesang wurden wir wieder teilweise mit Applaus, vor allem aber mit Unterschriften für die Petition gegen die Feste Fehmarnbeltquerung belohnt.

 

Auch unser Marsch in Haffkrug am 16.8. schien zunächst wegen des plötzlichen Starkregens buchstäblich ins Wasser zu fallen. Doch auch diesmal riss der Himmel auf und wir konnten bei durchgehend trockenem Wetter die Promenade entlangmarschieren, unseren Gesang darbieten und für die Petition gegen die Feste Fehmarnbeltquerung werben. Besonders gefreut haben wir uns über die sangeskräftige Beteiligung der Haffkruger_innen.

 

Bericht über unsere Infoveranstaltung am 3. April in Ratekau

Unsere Veranstaltung war mit circa zweihundert Zuhörer_innen, nicht nur aus Ratekau sondern auch aus dem weiteren Kreisgebiet sowie Bad Schwartau und Lübeck, gut besucht. Nach dem Grußwort der Bürgervorsteherin Gabriele Spiller übernahm Bürgermeister Thomas Keller das Wort und sprach über den Stand der Dinge im Raumordnungsverfahren Schienenhinterlandanbindung. Viel Neues gab es da nicht zu berichten weil ja die Landesregierung, entgegen ursprünglichen Ankündigungen, das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens (ROV) erst am 6. Mai bekannt geben wird. Er strich heraus dass, unabhängig von der letztendlich gewählten Trassenführung, eine Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger an den anstehenden Planfeststellungsverfahren wichtig ist. Dies nahm Frau Dr. Michéle John von der Rechtsanwaltskanzlei Günther in Hamburg auf und führte aus, wie der Ablauf von Planfeststellungsverfahren (PFV) ist, wer dazu Einwendungen machen kann und was diese Einwendungen beinhalten sollten. So wurde deutlich dass rein politische Aussagen, wie die Ablehnung des Gesamtprojektes, zwar sehr wohl in der Einwendung enthalten sein können, allerdings sachlich begründete tatsächliche Betroffenheiten zu den wichtigeren Inhalten zählen. Auch betonte sie in ihrem Vortrag die notwendige Unterscheidung zwischen den beiden Verfahren. Für das PFV Schiene, das zügig nach Bekanntgabe des ROV Ergebnisses eröffnet werden soll, beginnt voraussichtlich erst in ein oder 2 Jahren die öffentliche Auslegung und damit die Beteiligungsfrist. Für das PFV Tunnel ist dies am 5. Mai 2014 so weit. Was viele nicht wissen: nach dem Gesetz gehören all diejenigen zu den Betroffenen, die vom Tunnelbauwerk direkt oder mittelbar betroffen sind. Da es ohne den Tunnel die Güterbahntrasse nicht geben würde sollten alle, die durch den Bau oder die Auswirkungen von Tunnel, Straße und Schiene betroffen sind, eine Einwendung abgeben. Der wichtige Hinweis auf die zusätzliche Belastung nicht nur der Anlieger der Schienentrasse sondern auch derjenigen von Straßen und Autobahnen kam von einem Zuhörer aus Pansdorf. Sowohl die Gemeinde als auch die Bürgerinitiative bieten hierzu wieder Hilfe in Form von Musterschreiben an. Eine Zuschauerfrage ergab, dass dies in Bezug auf den Tunnel auch für Mecklenburg-Vorpommern und für die Anlieger der gesamten Straßen- und Schienenanbindung bis Hamburg gilt, was den meisten Anwesenden neu war. Nur wer sich an diesem Verfahren beteiligt hat später das Recht, sich auf dem Klagewege zu wehren. Klagen sind eine teure Angelegenheit. Da macht es häufig Sinn sich zusammen zu tun um Geld zu sparen. Allerdings erhöhen Sammelklagen den Streitwert und werden damit teurer. In jedem einzelnen Fall muss die richtige Vorgehensweise zusammen mit einem Rechtsanwalt geprüft werden. Nachdem die zahlreichen Zuschauerfragen beantwortet waren, griff Kerstin Fischer, BI Sprecherin, die Frage auf, ob das Projekt denn überhaupt noch zu verhindern sei. Sie gab einen Überblick über die Organisation, Zusammenarbeit und Aktionen der Bürgerinitiativen und Vereine gegen die Feste Fehmarnbeltquerung. Mit dem Hinweis, dass bis zur Verabschiedung des Baugesetzes in Dänemark 2015 noch Chancen bestehen das Projekt zu stoppen und dem Aufruf, eine Einwendung zu schreiben und sich an der Online Petition zu beteiligen endete die Veranstaltung.

Dank an alle Helferinnen und Helfer, ohne die dieser Abend nicht möglich gewesen wäre.

Bürgermeister Thomas Keller berichtet vor zweihundert Besuchern über das Raumordnungsverfahren

Wir freuen uns über prominente Unterstützung. 

Bastian Sick, der bekannte Autor der Buchreihe

„Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, steht an

der Seite der Beltquerungsgegner.

 

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© Kerstin Fischer