Ratekau wehrt sich - keine Güterzüge durch unsere Gemeinde
Ratekau wehrt sich - keine Güterzüge durch unsere Gemeinde

Die Feste Fehmarnbeltquerung ist ein 

ökonomisch wie ökologisch unsinniges Projekt.

Jeder weiss es, aber keiner traut sich das Verfahren zu stoppen

Die Feste Fehmarnbeltquerung

Das Königreich Dänemark plant den Bau einer Tunnelverbindung zwischen dem dänischen Rödby und Puttgarden auf deutscher Seite. Der 18 KM lange Absenktunnel soll mit vier Fahrspuren und zwei Eisenbahngleisen gebaut werden. Am 5. Mai werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren Tunnel öffentlich ausgelegt. Dann haben alle direkt oder mittelbar Betroffenen die Möglichkeit, mit einer Einwendung ihre individuellen Belastungen durch das Projekt in Form einer Einwendung zu formulieren. Diese muss von der Behörde, in diesem Fall die Landesbehörde Strassenbau und Verkehr in Kiel, gewürdigt werden und fliesst in die Entscheidung über die Planfeststellung für den Tunnel ein. Nach Verabschiedung des Baugesetzes im dänischen Parlament, voraussichtlich 2015, und nach dem Erlass des Planfeststellungsbeschlusses in Deutschland beginnt Femern A/S, der dänische Vorhabenträger, voraussichtlich im Jahr 2015 mit den umfangreichen Bauarbeiten. Im Dezember 2021 soll die Feste Fehmarnbeltquerung eröffnet werden.

 

Deutschland hat sich mit dem Staatsvertrag verpflichtet die Hinterlandanbindung von Straße und Schiene auszubauen. Den deutschen Steuerzahler wird dies laut realistischer Schätzungen ca. 2,5 bis 3 Mrd. Euro kosten. Zahlreiche Studien belegen mittlerweile, dass Bau und Betrieb einer festen Querung über den Fehmarnbelt wirtschaftlich nicht sinnvoll zu realisieren ist.

 

Das ist nicht neu. Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts hat es immer wieder Bestrebungen in beiden Ländern gegeben, die sich den Bau einer festen Verbindung über den Fehmarnbelt zum Ziel gesetzt haben. Immer waren Vertreter der Wirtschaft dabei, und immer wieder wurde ein solches Projekt als „derzeit nicht wirtschaftlich“ und „vielleicht später“ zurückgestellt. So wäre es auch dieses Mal wieder gekommen, denn im Jahre 2006 hat sich die gesamte Deutsche Wirtschaft aus dem (geplant als PPP-Projekt = öffentlich-/privatwirtschaftlich finanziertes Projekt) geplanten Bauvorhaben zurückgezogen. Das wirtschaftliche Risiko war zu hoch. Daraufhin zog sich auch die Bundesregierung aus dem Projekt zurück und kündigte die bestehende Vereinbarung, Deutschland würde sich die Projektkosten 50/50 mit Dänemark teilen, auf. Dennoch kam es 2008 zu einem Staatsvertrag über den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung, weil der damalige Verkehrsminister der SPD Wolfgang Tiefensee dem Angebot der Dänen „dann finanzieren wir das Projekt alleine“ nichts entgegenzusetzen hatte. Zu peinlich wäre es wohl gewesen, damals schon den Dänen diesen uralten „Herzenswunsch“ abzuschlagen. Dabei ist gar nicht so klar, ob dies tatsächlich ein Herzenswunsch der Dänen, oder doch eher der Schweden ist. Mit dem Staatsvertrag zwischen Dänemark und Schweden zum Bau der Öresundquerung verpflichtete sich Dänemark 1991, auf eine Landverbindung über den Fehmarnbelt hinzuarbeiten, wenn eine solche Verbindung sich als wirtschaftlich und ökologisch verträglich erweisen sollte. In Anbetracht veralteter Kostenrechnungen und überhöhter Verkehrsprognosen wurde die wirtschaftliche Verträglichkeit bereits von namhaften Wissenschaftlern in Frage gestellt.

 

Die Feste Fehmarnbeltquerung ist ein ökonomisch wie ökologisch unsinniges Projekt.

Jeder weiss es, aber keiner traut sich das Verfahren zu stoppen.

 

Ist es wirklich "peinlich", wenn Deutschland auf Dänemark zugeht und den Vertragspartner noch einmal an den Tisch bittet, um unter Berücksichtigung aktueller Daten und aller volkswirtschaftlichen Folgekosten das ganze Projekt noch einmal unter die Lupe zu nehmen? Im Gegenteil:

 

Es ist auch für Politiker ein Zeichen von Größe, Fehler einzugestehen!

 

Wir freuen uns über prominente Unterstützung. 

Bastian Sick, der bekannte Autor der Buchreihe

„Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, steht an

der Seite der Beltquerungsgegner.

 

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© Kerstin Fischer